Programm 2009
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Programmplan.
ATV – der europäische Raumtransporter
ATV, © ESAVolker Schmid vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist der Projektleiter für das Automated Transfer Vehicle der ESA. Bei uns referiert er über den Flug des ersten Exemplars, der „Jules Verne“. Europa hat sich ein leistungsfähiges, geräumiges und hochmodernes Raumfahrzeug zugelegt. Bei uns erfahrt Ihr, wie es funktioniert, wozu es gut ist und wie schwer es war, es zu entwickeln. Volker Schmid wird uns auch einen Ausblick in die Zukunft des Projekts bis hin zu bemannten Mond- und Mars-Flügen bieten.
48 Jahre Perry Rhodan, 10053 Jahre Atlan und andere ungerade Jubiläen
Wim Vandemaan, alias Hartmut Kasper, ist mittlerweile ein ständiger und gern gesehener Gast auf dem DORT.con. Diesmal hat er der sinnentleerten Begehung von Jubiläen den Kampf angesagt. „Nieder mit der runden Zahl“, könnte sein Wahlspruch sein. Wer sich dem Perry Rhodan-Universum gerne von der statistischen Seite genähert hat, sei gewarnt. Der PR-Autor Vandemaan geht in diesem Programmpunkt sehr satirisch mit dieser Sichtweise um. Das aber kann für alle Leser der Serie sehr unterhaltsam werden.
Nr. 6
Die britische Fernsehserie
The Prisoner, mit dem deutschen Titel
Nr. 6, ist immer noch ein Geheimtipp. Ende der 60er-Jahre erhielt der britische Schauspieler und Produzent Patrick McGoohan zur Umsetzung dieser Serie eine heute nicht mehr denkbare künstlerische Freiheit. In 17 skurrilen Episoden inszenierte er Gefangenschaft und Freiheitskampf eines ehemaligen Geheimagenten, der von seiner einstmaligen Organisation in einem scheinbar malerischen Dorf gefangen gehalten wird. Durch immer abstrusere Methoden versuchen seine wechselnden Bewacher hinter das Motiv seiner Kündigung beim Geheimdienst zu kommen. Der nur als Nr. 6 bezeichnete Gefangene widersetzt sich aber allen Manipulationen und hält an seiner Unabhängigkeit und Individualität fest. Vom anfänglichen Agenten-Reißer entwickelt sich diese Serie zu einer anspruchsvollen Parabel über Anpassung und Eigenständigkeit in der modernen Zeit. Das völlig unkonventionelle Finale der Serie nötigte Patrick McGoohan dazu, Großbritannien zu verlassen, da enttäuschte und verwirrte Zuschauer ihm immer mehr zusetzten. Dieses bahnbrechende Fernseh-Experiment zur Zeit von
Bonanza und
Lassie hat innovative Konzepte der heutigen Zeit, wie zum Beispiel
Lost oder
24, überhaupt erst möglich gemacht. Für uns referiert Arno Baumgärtel vom deutschen Nr. 6-Fanclub über das Phänomen.
Doctor Who
Er stellt sich gerne schlicht als der „Doctor“ vor und erntet zumindest in britischen Breiten dafür ein irritiertes „Doctor … who?“ Dabei hat das Alien, das der Spezies der „Timelords“ angehört, wahrscheinlich nicht einmal an einer irdischen Universität promoviert! Die seit 1963 laufende BBC-Serie
Doctor Who stürzt manchen in Verzückung und manchen in Verwirrung – dazwischen gibt es scheinbar nichts. Robert Vogel referiert über das Phänomen und wird Euch den spleenigen Akademiker vom anderen Stern etwas näher bringen.
Usertreffen SF-Fan.de
Wer sich im Forum des fabulösen Fach-Portals SF-Fan.de mit Gleichgesinnten über unser Hobby unterhält, ist herzlich eingeladen, an diesem Real-Life-Treffen teilzunehmen. Es handelt sich naturgemäß um eine geschlossene Veranstaltung. Aber wer weiß, vielleicht werden ja auch neugierige Außenseiter eingelassen, wenn sie anklopfen und nett fragen.
Weltraumtourismus
Den Gipfel des Mount Everest zu erklimmen, war einstmals eine Großtat einsamer Ausnahme-Kletterer. Mittlerweile müssen die bis zu 600 Bergtouristen pro Jahr an der Wand stundenlang in regelrechten Staus ausharren, bis gut bezahlte Sherpas sie alle zum Ziel geschleust haben. Der Raumfahrt könnte eine ähnliche Entwicklung bevorstehen. Als gut betuchter „Anhalter“ in Space Shuttles und Sojus-Kapseln mit zu fliegen, ist längst nicht die einzige Möglichkeit, die Stern- und Mondsüchtigen in der Zukunft offen stehen wird. In den USA arbeiten private Anleger und unabhängige Ingenieure jenseits der NASA-Zentren an neuen Raumfahrzeugen, mit denen der Urlaubstrip in den Weltraum möglich werden soll. Matthias Pätzold kennt sie alle und stellt sie Euch vor.
Mark Brandis in Text und Ton
Hochqualitative Jugendliteratur gemischt mit SF, Spannung, und pro-demokratischem Engagement: Das sind die Markenzeichen der Mark-Brandis-Reihe. Wer sich schon für die Bücher begeistern konnte, dem bietet der Verlag Steinbach Sprechende Bücher jetzt eine packende Umsetzung als Hörspielserie. Parallel dazu bringt der Wurdack-Verlag die Romane wieder auf den Markt. Die Macher beider Reihen sprechen bei uns über Ihre Projekte, mit denen die wahrscheinlich beste deutsche Space Opera wieder einem breiten Publikum zugänglich wird.
CyberLive09 – Outage
Hinter diesem knackigen Begriff steckt eine medial fein aufgepeppte Lesung des Cyber-Rat Packs unserer Region: Thorsten Küper, Uwe Post und Frank Hebben lassen ihrer Phantasie freien Lauf. Und uns keinen Raum zur Flucht.
Fritz Leiber …
… ist einer er der meist-ausgezeichneten Autoren der SF- und Fantasy-Literatur. Sein zwischen den 30-er und 80-er Jahren erschienenes Werk umfasst unter anderem den Roman
Wanderer im Universum, in dem interstellare Anarchisten mit einem selbstgesteuerten Planeten die Erde in Gefahr bringen. In Leibers eindringlichen Buch
Herrin der Dunkelheit wird der Pulp-Schriftsteller Franz Westen mit einem Fluch konfrontiert, der eigentlich, ein halbes Jahrhundert früher, einen Horror-Autor treffen sollte. Dadurch wird Westen jetzt von einer kapuzentragenden, braunen Gestalt verfolgt, die sich aus den Seiten alter Pulp-Magazine zusammensetzt. In der Geschichte „Verpass nicht den Zeppelin“ schließlich hat Leiber eine wunderbare Alternativwelt beschrieben, in der der Zweite Weltkrieg nicht stattgefunden hat und Adolf Hitler Vertreter für Zeppelin-Reisen geworden ist. Immer wieder kommen in seinen Romanen und Stories Katzen als auffallend wichtige Figuren vor. Originelle Elemente sind für sein Werk ebenso wichtig wie eine enorme Stärke in der feinfühligen Schilderung von Stimmungen und Charakteren. Christian Hoffmann und Hardy Kettlitz haben Leibers Werk mit Akribie und Begeisterung für die SF-Personality-Reihe des Shayol-Verlages recherchiert und werden es in all seinen skurillen Nuancen darstellen.
2012
Das Ruhrgebiet als Kulisse für SF-Filme? Wie das geht und dass das geht und dass das insgesamt sehr gut geht, wird uns Marcus Overbeck, Kopf der Filmefahrer Filmproduktion, erzählen und mit Stills und kurzen Sequenzen auch visuell näher bringen.