Komitee

Horst Wagner

1929 – 2007

Unser Senior und Ehrenmitglied Horst Wagner hat uns am 3. Oktober 2007 verlassen. Er ist im Alter von 78 Jahren den Folgen eines Gehirntumors erlegen, der erst wenige Monate zuvor diagnostiziert worden war. Die letzte Zeit seines Lebens hat Horst in seiner Heimat, dem thüringischen Eisenach, bei seiner engen Freundin Erika König verbringen dürfen, die ihn liebevoll gepflegt hat. Die Trauerfeier hat am 26. Oktober in Eisenach stattgefunden. Am selben Tag wurde die Urne mit den sterblichen Überresten auf dem städtischen Friedhof bestattet. Sie liegt dort in der Nachbarschaft von Gräbern großer thüringischer Dichter, Musiker und Architekten.
Dem Publikum der SF-Tage NRW ist Horst dadurch bekannt geworden, dass er im Harenberg City Center die Lautsprecherdurchsagen übernommen hatte. Seine Art und Weise, die Programmpunkte anzusagen, hatte bald Kult-Charakter. In der DORT.con-Zeit hat er uns nicht nur durch seine technische Pfiffigkeit und beim Catering unterstützt sondern auch eigene Vorträge gehalten. Für den Trägerverein des DORT.con hat Arno Behrend auf der Trauerfeier folgende Ansprache verlesen:


In letzter Zeit habe ich immer wieder E-Mails gelesen und Worte gehört, die ein bestimmtes Bild beschreiben. Sie lauten immer ähnlich, etwa: Wenn ich an Horst denke, sehe ich ein verschmitztes Lächeln. Das haben wir in der Tat oft gesehen. Wir wussten, es war echt, es kam aus seinem Herzen, und es entstand aus der Freude, die er bei uns empfunden hat.
Viele andere Wesenszüge, die Horst zu Eigen waren, wurden mir so beschrieben, dass ich nur zu nicken brauchte. Von seiner Neugier war die Rede, seiner Offenheit und seiner fast bis zuletzt ungebrochenen Aktivität. Horst hat uns immer wieder mit seiner Findigkeit und seinem Engagement überrascht. Wir haben über sein Leben Dinge erfahren, über die man manchmal nur staunen kann. Er hat uns erzählt, wie er und seine Familie nach dem Krieg mit viel Einfallsreichtum alle Herausforderungen dieser Zeit gemeistert haben.
Zu keinem Zeitpunkt ist Horst von einer negativen Sicht der Dinge ausgegangen. Er hat nie aufgegeben, war immer da, immer bereit zu helfen, hat in anderen Menschen immer deren Freundlichkeit gesucht und sie aufgrund seiner eigenen Freundlichkeit auch stets gefunden. Immer hat er daran geglaubt, dass es für die Welt, für die Menschheit positiv weitergehen wird. Wenn er schlimme Zeiten überstehen konnte, warum sollte es allen übrigen Menschen nicht gelingen? Wenn er im hohen Alter wertvolle Freundschaften schließen und mit anderen Menschen schöne Erfahrungen und schöne Gedanken teilen konnte, warum sollte es anderen Menschen nicht gelingen? Horst hat zum Leben anderer Menschen beigetragen, durch die Musik, indem er seine handwerkliche Hilfe angeboten hat, indem er gekocht hat, indem er ein guter Freund und Gefährte war – in seiner thüringischen Heimat, bei uns in Westdeutschland oder in der Türkei, wo bald eine ganze Gemeinde seine Freundlichkeit und Offenheit schätzen gelernt hat. Schließlich hat er uns durch seinen Optimismus bereitwillig bereichert. Und dieser Teil von ihm hilft uns heute, erst Abschied zu nehmen und dann nach vorne zu schauen, aufzunehmen, was er uns hinterlassen hat, an schönen Gedanken und wunderbaren gemeinsamen Erfahrungen. Wenn ich einmal alt bin, möchte ich sein wie Horst. Wenn ich einmal zweifle, möchte ich dem seinen Optimismus entgegensetzen. Und wenn ich ihn vermisse, werde ich mich im selben Augenblick darüber freuen, dass wir uns gekannt haben und Freunde waren.
Manche Menschen glauben, dass jene die von uns gegangen sind, uns noch eine Weile beobachten können. Horst wird sich freuen, wenn wir an ihn denken. Und er wird sich freuen, wenn wir dann wieder nach vorne schauen und unser Leben mit einer offenen, positiven und optimistischen Einstellung fortsetzen können.

Leitung und Programm

Arno Behrend, *1967

Chairman, Sponsoring, Textredakteur, Moderation
Arno BehrendArno Behrend
Der Preussensohn aus Düsseldorf verfügt inzwischen über die Erfahrung aus sechs Malen SF-Tage NRW und drei DORT.cons. Er war beim SF-Club NRW aktiv, beim SFCD und ist immer noch Film­rezensent bei Alien Contact Online. Auch von seinen mittlerweile 25 SF-Kurz­geschichten wird immer mehr Notiz genommen seitdem sie sie im NOVA-Magazin veröffentlicht werden. Seine Stories erhalten regelmäßig Nominierungen für den Kurd-Laßwitz-Preis. Für „Small Talk“ aus NOVA 1 gab es schließlich den Deutschen Science Fiction-Preis. Der hauptberufliche Vertriebsmitarbeiter schreibt die Texte für Website und Programmheft des DORT.con. Auf der Veranstaltung selbst wird er als Moderator, Interviewer und Leiter des Autorenworkshops in Erscheinung treten.

Gabriele Behrend, *1974

Programm-Chefin
Gabriele BehrendGabriele Behrend
Die sympathische Düsseldorferin ist seit 2004 im Team dabei und ein eindeutiger Gewinn! Gabi war zuvor mehrere Jahre lang als Fantasy-Rollenspielerin aktiv. Kontakt zu den DORT.con-Machern bekam sie durch das NOVA-Magazin, für das sie regelmäßig Illustrationen anfertigt. Die Bilder entstehen manchmal in den Pausen während ihrer Arbeit bei einem Sicherheitsdienst. Auch Kurzgeschichten verlassen dort in letzter Zeit ihre Feder. Ihr grafisches Talent prädestinierte sie zunächst dazu, unsere grafische Programmschiene vorzubereiten. Inzwischen kümmert sie sich um das gesamte Programm, das sie als Mischung aus literarischen, grafischen und musikalischen Elementen aufbauen will. Rekrutiert wurde Gabi übrigens von Arno Behrend noch vor ihrer Eheschließung im Dezember 2005.

Finanzen und Organisation

Torsten Frantz, *1970

Kassierer
Torsten FrantzTorsten Frantz
In seiner Nähe ertönt häufiger das Wort „Ver­schwen­dungs­alarm!“ Dieser Mann nämlich bewahrt uns vor dem finanziellen Untergang. In jeder der monatlichen Komitee-Sitzungen rechnet uns Torsten auf Euro und Cent genau vor, wie viel wir ausgeben können. Dass diese Vorträge manchmal lang und nicht unbedingt temperamentvoll sind, nehmen wir dabei billigend in Kauf. Wir wissen einfach, dass „Toto the Terminator“ jede Budgetüberschreitung fest ins Visier nimmt. Vorbereitet auf diesen Job hat ihn seine Tätigkeit als Programmierer beim Schuhhändler Deichmann – auch eine Angelegenheit, bei der es um Ziffern und Zahlen geht. Neben seinem Posten bei uns ist der Wahl-Essener auch Vorständler im SFCD. Darüber hinaus kennt er sich in der Dortmunder Star Trek-Szene aus und ist ein leidenschaftlicher Tolkien-Fan.

Dr. Utz Benscheid, *1971

Duty Convention Manager, Börse
Dr. Utz BenscheidDr. Utz Benscheid
Apropos Tolkien: So sieht er aus, der Herr der Tische. Utz organisiert für uns die Vermietung der Börsenfläche. Damit trägt er sehr dazu bei, dass die Besucher ein vielfältiges Angebot zu sehen bekommen. Als neuer Duty Convention Manager sorgt er außerdem dafür, das die organisatorischen Abläufe klappen. Der gebürtige Remscheider muss anders angeredet werden, seitdem er am Dortmunder Max-Planck-Institut seine Promotion in Biologie abgeschlossen hat. Er bewahrt uns damit vor der Schande, als ernst zu nehmende SF-Fans etwa keinen Naturwissenschaftler in unseren Reihen zu haben. Vorzüge und etwaige Gefahren der Gentechnik sind zum Beispiel ein Thema, zu dem er sich kompetent äußern kann. Aber auch geschichtliche Zusammenhänge finden sein Interesse. Utz ist über die Düsseldorfer Szene in das SF-Fandom geschlittert. Er liest sowohl Perry Rhodan als auch Stanislaw Lem. Wir sind froh, dass er uns gewissenhaft und einfallsreich unterstützt.

Irma Leu, *1953

Schriftführung, Registration
Irma LeuIrma Leu
Genau wie Utz und Arno ist Irma über die Düsseldorfer Schiene in das Fandom eingestiegen. Dem dortigen SF-Treff ist sie bis heute treu. Sie sagt nicht viel, aber wenn, dann trifft sie damit ins Schwarze. Und was wir in ihrer Nähe selber sagen, müssen wir uns gut überlegen. Die patente Powerfrau aus Essen protokolliert nämlich bei jeder Sitzung unsere Worte auf's Genaueste. Bei Irma laufen außerdem alle Anmeldungen auf. An der Veranstaltungskasse weiß sie genau, wer gezahlt hat und wer nicht. Mit ihren kaufmännischen Kenntnissen und ihrem gesunden Menschenverstand bildet sie das Rückgrat unseres Teams. Wir sind froh, dass wir sie haben.

Fanbetreuung und -Information

Michael Ehrt, *1969

Fan-Information, Layout Programmheft, Webpräsenz
Michael EhrtMichael Ehrt
Eigene Kinder mögen für viele einstmals engagierte Menschen der Hobby-Killer schlechthin sein. Beim Ehepaar Ehrt sieht das überhaupt nicht so aus. Sich um Stieftochter Irina und den leiblichen Sohn Marvin zu kümmern, hält Michael nicht davon ab, unsere Web-Präsenz und unsere E-Mail-Liste technisch auf dem Laufenden zu halten. Als Programmierer bei Erco in Lüdenscheid verfügt er über mehr als genug Informatik-Kenntnisse. Außerdem kümmert er sich um das Layout des Programmhefts, die Beantwortung von Fan-Anfragen und die Herstellung der Badges. Um beim DORT.con mitmachen zu können hat Michael sogar einmal auf die Teilnahme an einer Queen-Convention verzichtet – und das obwohl er einer der zehn bedeutendsten Sammler von Queen-Platten in ganz Deutschland ist! Wenn irgendjemand eine seltene Queen-Platte sucht, kann er Michael ja mal fragen, ob er sie ihm leihen würde. Die Antwort wird vermutlich „Nein“ lauten. Ansonsten wird er wohl immer so entgegenkommend sein, wie wir ihn schon lange kennen.

Astrid Ehrt, *1968

Hotels, Helferwerbung
Astrid EhrtAstrid Ehrt (hier mit zwei Freundinnen). Foto: dortcon.de/Michael Ehrt
Astrid hatte eigentlich vor, sich um noch ein paar mehr Schreihälse als nur ihre zwei Kinder zu kümmern, als sie uns beitrat. Ihre Kompetenz als Kinderbetreuerin ist unbestritten. Mehrere Cons haben davon profitiert. Bei uns allerdings hapert es noch mit den Anmeldungen. „Die Leute sollen gefälligst mehr Kinder machen!“, ist Astrids Meinung dazu. Schließlich ist sie mit gutem Beispiel voran gegangen. Töchterchen Irina beeilt sich bereits, in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten, und hat beim DORT.con 2005 erstmals offiziell in der Helfertruppe mitgemacht. Und – wer weiß – wir haben ja schon von Geburten in unserem Helferteam gehört. Astrid findet unterdessen für die Fans weiter günstige Hotels und bucht die Zimmer für Ehrengäste und Referenten. Außerdem kümmert sie sich um die Rekrutierung der Helfer-Truppe. Auf die derzeitige Tätigkeit seiner pfiffigen Frau angesprochen, erklärte Michael einmal: „Hausfrau und Mutter – ist zwar zutreffend, passt aber irgendwie nicht zu ihr.“ Finden wir auch.