Ehrengäste 2005

Alastair Reynolds

Alastair ReynoldsAlastair Reynolds
gehört mit Iain Banks, Peter F. Hamilton und Stephen Baxter zu der Garde britischer SF-Autoren, die zur Zeit die Space Opera revolutionieren. War sie bisher eine amerikanische Domäne, findet die ganz großformatige SF jetzt auf der Insel statt. Alastair Reynolds hat mit seinen Romanen Chasm City und Unendlichkeit beeindruckende Beispiele geliefert.
In Unendlichkeit versucht der Wissenschaftler Dan Sylveste herauszufinden, wie und warum die intelligente Spezies der Amarantin eine Million Jahre zuvor vernichtet worden ist. Mit seinen Nachforschungen ruft er Mächte auf den Plan, von denen er nichts ahnen konnte.
Chasm City ist der Name einer einstmals utopisch hoch entwickelten Metropole auf dem Planeten Yellowstone. Durch eine Verseuchung mit schädlichen Nano-Maschinen ist sie in einen dekadenten Zustand verfallen – und ihre Bewohner mit ihr. In einem pittoresken Dschungel aus verformten Wolkenkratzern, intelligenten Tieren und gelangweilten Freizeitmördern sucht der ehemalige Leibwächter Tanner Mirabel nach Rache für den Mord an seinem früheren Arbeitgeber. Auch er rührt an Geheimnisse, von deren Größe er sich nur ein schwaches Bild machen kann – die sogar seine eigene, wahre Identität betreffen.
Sein neuestes Werk Die Arche, Originaltitel Redemption Ark, ist wieder eine für Reynolds typische Space-Opera aus dem Universum der Amarantin. Es erschien im Frühjahr 2004 im Heyne-Verlag.
Ein nuklearer Anschlag auf einen Weltraumfahrstuhl, eine phantastische Stadt in den Wolken, die abgeschottete Welt eines Generationen-Raumschiffs – Reynolds gestaltet dies alles so exakt, dass der Leser ganz in seine Welten eintauchen kann. Der SF Chronicle stellt Vergleiche mit Dan Simmons und Peter F. Hamilton an und urteilt: „Alastair Reynolds schreibt die große Science Fiction unserer Zeit.“
Im Hauptberuf ist Alastair Reynolds Angestellter der ESA im niederländischen Nordwijk. Er kann Auskunft über die europäische Raumfahrt geben und sicher interessante Einzelheiten darüber preisgeben, wie es sich als professioneller Phantast zwischen nüchternen Wissenschaftlern so lebt.
Nähere Informationen über den Autor gibt es auf seiner Homepage unter http://www.alastairreynolds.com/.

Thomas R. P. Mielke

Thomas R. P. MielkeThomas R. P. Mielke
wurde nach eigenen Angaben in einem brasilianischen Gefängnis gezeugt. Sein verhafteter Vater, ein Pastor, soll dafür eigens eine Sondergenehmigung erhalten haben, die seiner Mutter, einer aus Lippe-Detmold stammenden Krankenschwester, den nächtlichen Besuch gestattete. 1940 kam der kleine Thomas über den Atlantik und in den Harz. Nach Jahren in Quedlinburg und Rostock floh er im Alter von 15 Jahren aus der DDR. Wegen des väterlichen Berufs wollten ihn die SED-Fuktionäre nicht auf die Oberschule lassen.
Im Westen lebte er zunächst in Porta Westfalica. Während seiner Militärzeit als Fluglotse der noch jungen Bundesluftwaffe in Husum stellte er bereits den Antrag, nebenberuflich Spionageromane schreiben zu dürfen. Aus dem Anschiss, den er darob in Bonn eigentlich bekommen sollte, wurde eine Umschulung zum Texter für psychologische Kampfführung. Aus dieser Tätigkeit ließ sich später in Hamburg eine Karriere als Werbetexter entwickeln, u. a. für Produkte von Langnese, Miele, Chanel, lange Zeit dann für Ferrero in Italien.
Nach mehreren Jahrzehnten literarischen Schaffens ist Mielke inzwischen weniger durch Agenten-Abenteuer sondern eher mit historischen Romanen und ungewöhnlicher Science Fiction hervorgetreten. Er hat mit seinen Büchern den Deutschen Science Fiction-Preis und den Kurd-Laßwitz-Preis gewonnen. Er schreibt über alternative Welten, die einem Mittelalter mit Atomkraft gleichen (Grand Orientale 3301) und über Post-Doomsday-Szenarien, in denen z. B. die Musik Mozarts den Menschen Hoffnung und Orientierung gibt (Die Entführung des Serails). Oder es erscheint Ihnen ein Pflanzenheiland, der Ihnen beibringen will, sich zukünftig nur noch von Licht zu ernähren. Auch den Fall der Mauer hat der Autor vorausgesehen, in seinem Buch Der Tag, an dem die Mauer brach von 1985. Mielkes Geschichten sind originell und wohltuend europäisch. Er hat sich für die internationale Science Fiction engagiert und ist schon lange als charmanter Plauderer bekannt. Das DORT.con-Team freut sich darauf, gerade seinen ganz besonderen Blick auf das Genre kennen zu lernen.
Nähere Informationen über den Autor gibt es auf seiner Homepage unter http://www.trpm.de/.

Klaus G. Schimanski

Klaus G. SchimanskiKlaus G. Schimanski
Unter unseren unterhaltungsbegabten Mitreisenden ist diesmal auch ein Vertreter der bildenden Kunst, was uns ganz besonders freut. Um in unser Raumschiff einzusteigen, brauchte er nicht weit anzureisen. Klaus G. Schimanski alias Sam Smiley wohnt in Bochum und beschäftigt sich schon seit Mitte der Siebziger Jahre mit SF- und Fantasy-Illustrationen. Besonders seine hochwertigen Portraits interessanter und charaktervoller Figuren zeichnen ihn aus. Dabei kommt der angeborene Humor des Zeichners wahrlich nicht zu kurz. Wir können Euch Arbeiten von Klaus Schimanski präsentieren, die er rein zufällig mit im Reisegepäck hat. Außerdem wird er uns so Einiges über seine Technik mitteilen. Und wem das noch nicht gereicht hat, der kann seine Bilder und seinen Arbeitsstil auf der Website http://www.sam-smiley.net/ näher kennen lernen.